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Albrecht-Dürer-Schweine

So sahen die Schweine um das Jahr 1500 aus, welche die Bauern in Deutschland im Stall oder auf der Weide hatten. Das Wissen über das Aussehen der Hausschweine vor fast 500 Jahren verdanken wir den künstlerischen Fähigkeiten des großen deutschen Malers, Graphikers und Kupferstechers Albrecht Dürer, 1471 - 1528 in Nürnberg. Er besaß das Auge und die Hand, Menschen und Tiere wirklichkeitsgetreu zu zeichnen. So war eine züchterische Rekonstruktion dieses Schweinetyps überhaupt nur möglich.

 

In Zusammenarbeit von Graf Ortenburg und Dr. Bräuer München wurde dieser Schweinetyp, das sog. Albrecht-Dürer-Schwein, zurückgezüchtet, damit wir heute eine plastische Vorstellung haben, wie die Tiere unserer Vorfahren aussahen.

 

Die Hausschweine sind aus Wildschweinen hervorgegangen, und zwar sind mehrere Arten am Zustandekommen der Hausschweine beteiligt. Der züchterische Rückweg in das 15. Jahrhundert verlief über das sog. Blindschwein, das sich vor etwa 800 Jahren mit nordischen Wildschweinen vermischte. Die aus dieser Verbindung hervorgegangenen Altrassen der Hausschweine waren schwarz oder rostfarbig und wurden den romanischen Hausschweinerassen der Mittelmeerländer zugerechnet. Die römischen Legionäre haben dieses Schwein mit nach Bayern gebracht, wo es weitergezüchtet wurde.

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