Elch (Alces alces)

Der Elch ist die größte Hirschart. Das Gewicht eines ausgewachsenen Elchhirsches erreicht 450kg und sein Höchstalter beträgt in etwa 16 Jahre. Ursprünglich waren Elche in ganz Norddeutschland verbreitet. Heute bewohnen sie ein riesiges Verbreitungsgebiet von Skandinavien über Polen, Asien und Nordamerika. 
Die Haltung dieser imposanten Tierart gestaltet sich als recht aufwendig. Elche sind sehr wählerisch und anspruchsvoll bei ihrer Futterauswahl. Wie viele andere Huftiere sind sie zwar pflanzenfressende Wiederkäuer, doch ihre speziellen Nahrungsansprüche und ihre Empfindlichkeit gegen Ernährungsstörungen, Darmparasiten und andere Erkrankungen, machen sie zu schwierigen Pfleglingen.

 

Täglich benötigen sie, neben einer sehr gehaltvollen Kraftfuttermischung, eine große Menge Laub und Rinde, wobei auch hier die Geschmäcker der einzelnen Tiere unterschiedlich sind, so dass immer verschiedene Arten von Laub und Ästen angeboten werden müssen. Als Geweih trägt der Elchhirsch Schaufeln oder Stangen. Alljährlich wirft er, etwa um den Jahreswechsel, sein Geweih ab und Wochen später beginnt das neue Geweih zu wachsen. In dieser Zeit ist es von einer behaarten Haut umgeben und intensiv mit Blutgefäßen durchzogen, da im Blut alle zum Aufbau des neuen Geweihs notwendigen Stoffe herbeitransportiert werden müssen. Ist das Geweih fertig ausgebildet, trocknen diese Blutgefäße und die Außenhaut (der sog. Bast) aus und das Geweih wird „gefegt“, d.h. dieser Bast fällt ab bzw. wird durch die Elche abgescheuert. Der Geweihwechsel und das Fegen des Geweihs ist von Natur aus gekoppelt mit dem Beginn der Paarungszeit. Deshalb verändern vor allem die männlichen Tiere ihr Verhalten und werden in dieser Zeit sehr aggressiv.

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