Zufallsfoto aus dem Wildpark

Hausschafe
Die Schafe unterscheiden sich von den Ziegen durch die regelmäßig vorhandenen Tränengruben, die flache Stirn, die kantigen, etwa dreiseitigen, schneckenförmig gedrehten Hörner und den fehlenden Bart. Alle wildlebenden Schafe bewohnen Gebirge der nördlichen Erdhälfte. Ihre eigentliche Heimat ist Asien; ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich jedoch bis Südeuropa, Afrika und den nördlichen Teil von Amerika. Jede Gebirgsgruppe Asiens besitzt eine oder mehrere ihr eigentümliche Arten. Während zahme Schafe überwiegend in ebenen Gegenden hausen, bilden grasreiche Triften oder lichte Wälder, schroffe Felsen und wüste Halden, zwischen denen nur hier und da ein Pflänzchen sprießt, die Aufenthaltsorte der Wildschafe. Die Schafe sind Feinschmecker, wenn sie reche Auswahl haben, und genügsam im hohen Grade, wenn sich ihnen nur weniges bietet: dürre Gräser, Schößlinge, Baumrinden und dergleichen bilden im Winter oft ihre einzige Äsung, ohne dass man ihnen deshalb Mangel anmerkt.
Mehr als bei anderen Tieren sieht man an den Hausschafen den Gegensatz zu den wildlebenden Artgenossen.. Das Schaf verliert im Dienste des Menschen viel an Lebhaftigkeit. Schnelligkeit, das gewandte, behende Wesen, die Kletterkünste, das kluge Erkennen und Meiden oder Abwehren der Gefahr, der Mut und die Kampfeslust der wilden Schafe gehen bei den zahmen fast völlig unter.