Zufallsfoto aus dem Wildpark

Meerschweinchen (Cavia porcellus)
Das Meerschweinchen ist nach der Entdeckung Amerikas, im 16. Jahrhundert also, durch die Holländer nach Europa gebracht worden. Es gehört zu den beliebtesten Haustieren aus der ganzen Ordnung der Nager, sowohl seiner Genügsamkeit wie seiner Harmlosigkeit und Gutmütigkeit wegen. Wenn man ihm einen luftigen und rockenen Stall gibt, ist es überall leicht zu erhalten. Es frisst die verschiedensten Pflanzenstoffe, von der Wurzel bis zu den Blättern, Körner ebenso gut wie frische, saftige Pflanzen, und verlangt nur etwas Abwechslung in der Nahrung. Es lässt sich überaus viel gefallen und ist deshalb ein höchst angenehmes Haustier.
In der Ruheposition sitzt es gewöhnlich auf allen vier Füßen, den Leib platt auf den Boden gedrückt; es kann sich aber auch auf dem Hinterteil aufrichten. Beim Fressen führt es oft seine Nahrung mit den Vorderfüßen zum Munde. Wenige Säugetiere kommen dem Meerschweinchen an Fruchtbarkeit gleich. Das Weibchen wirft zwei- oder dreimal im Jahr zwei bis drei, oft auch vier bis fünf Junge. Die Kleinen kommen vollständig entwickelt zur Welt, werden mit offenen Augen geboren und sind schon wenige Stunden nach ihrer Geburt imstande, mit ihrer Mutter umherzulaufen.
Am zweiten Tag Ihres Lebens sitzen sie manchmal bereits mit bei der Mahlzeit und lassen sich die grünen Pflanzen gut schmecken. Gleichwohl säugt sie die Mutter vierzehn Tage lang. Nach ungefähr fünf bis sechs Monaten sind die Jungen ausgewachsen und fortpflanzungsfähig, nach acht bis neun Monaten haben sie ihre vollkommene Größe Erreicht. Bei guter Behandlung können sie sechs bis acht Jahre leben.