Rentier (Rangifer tarandus)

Das wohl auffälligste Merkmal bei dieser Hirschart ist ihr Geweih. Bei den Rentieren tragen nämlich beide Geschlechter Geweihe, wobei das der Renkuh kleiner und weniger gezackt ist, als das Geweih des Renhirsches. Rentiere zählen zu den am weitesten nördlich lebenden Großsäugetieren. Aber auch in gemäßigten Zonen konnten die Rentiere Populationen aufbauen. So gab es noch während des Römischen Reiches auch in Norddeutschland noch wildlebende Rene, in Polen überlebten sie sogar bis ins Mittelalter. Heute findet man in Europa nur noch in der norwegischen Hardangervidda und auf den hocharktischen Inseln freilebende Rentiere. Die Paarungszeit dieser, im Herdenverbund lebenden Paarhufer, ist im Oktober. Nach einer Tragzeit von 230 Tagen bringt das weibliche Tier im Mai oder Juninur ein einziges Jungtier zur Welt. Rentiere nehmen fast jegliche pflanzliche Kost zu sich. Gerne ernähren sie sich von Laub und Ästen, Moose und Flechten und von Wildkräutern. Die Rentiere sind ausdauernde Läufer und Schwimmer, die mit ihren breiten Klauen auch Sümpfe und Moore leicht passieren können. Die Lebenserwartung dieser imposanten Tiere liegt bei 15 – 20 Jahren.

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