Rothirsch (Cervus elaphus)

Rothirsche haben ein rotbraunes Sommerfell und ein graubraunes Winterkleid. Nur die männlichen Tiere („Hirsche“) tragen ein Geweih. Das Geweih wird im Winter abgeworfen und beginnt im Frühjahr neu zu wachsen wobei es jährlich an Größe und Zahl der Stangenenden zunimmt. Während des Wachstums ist das Geweih von einem häutigen Überzug, dem Bast umgeben. Nach dem Eintrocknen des Bastes reibt der Hirsch die abgestorbene Bastschicht an Bäumen und Sträuchern ab („Verfegen“). Im Alter von ungefähr 11 Jahren hat der Hirsch meist sein stärkstes Geweih erreicht. Man spricht je nach der Anzahl der Enden von einem Sechs-, Zwölf- oder Achtzehnender. Im Herbst und Winter wächst am Hals der Männchen eine dichte Mähne, die mit zunehmenden Alter ausgeprägter wird. Rothirsche bilden Rudel und sind vor allem am späten Nachmittag oder am frühen Abend aktiv. Sie ernähren sich von Gras, Heidesträuchern, Blättern und Knospen. Hirsche sind Wiederkäuer.

 

Im Herbst tragen die Männchen erbitterte Kämpfe um den Besitz eines Reviers oder eines Harems aus, wobei sie mit ihren Geweihen aufeinanderprallen. Während dieser Zeit ist das Röhren der Hirsche im Wald zu hören. Hirsche verteidigen ihre Weibchen während der ganzen Brunftzeit und kehren im Winter wieder zu den ausschließlich aus männlichen Tieren bestehenden Rudel zurück. Die Hirschkühe werfen nach einer Tragezeit von ca. 8 Monaten ein Junges, seltener 2. Die Kälber können schon wenige Minuten nach der Geburt selbständig laufen.

 

Das Vorkommen der Hirsche ist in Deutschland bevorzugt auf grössere zusammenhängende Waldgebiete beschränkt.

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