Pferderennen in Bayern

Bei uns in Bayern gibt es zahlreiche Pferderennen, die zum Teil schon eine lange Geschichte haben. Auch in der Betsson App gibt es viele Möglichkeiten, auf Pferderennen zu wetten. Wie auch bei Hunderennen gibt es jedoch genauso in diesem Sport eine Schattenseite. Doch zuerst einmal möchten wir dich hier über die bekanntesten Veranstaltungen informieren und ein Bewusstsein dafür schaffen, wie viele Rennen es heute noch gibt und welche Rolle diese ganz besonders für die Geschichte von Bayern spielten.

Die Rennbahn in München Riem

Am populärsten dürfte heutzutage die Galopprennbahn München Riem sein. Der Rennverein feierte schon im Jahr 1865 seine Gründung, nachdem im gleichen Jahr ein Rennen organisiert wurde, das sich als riesiger Erfolg entpuppte. Der Verein wuchs und konnte sich schon 1897 eine neue Rennbahn leisten; die heutige Riemer Bahn. Seitdem fanden hier schon unzählige Reitveranstaltungen statt. Von den ersten Bayern-Preisen im Jahr 1905 über den olympischen Renntag 1972 bis hin zu den Champions League-Rennen und dem Großen Preis von Bayern, die heute viele Besucher anziehen.

Der Rennverein gibt sich Mühe, das Pferderennen als Familienspektakel zu präsentieren. Es gibt Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder, Parkflächen zum Spielen und Spazieren und zwei Restaurants. Es gibt unzählige Renntermine, bei denen man einmal Rennatmosphäre erleben kann. Dennoch sollte man sich auch immer über die Hintergründe der Pferde, der Jockeys und der Veranstaltung informieren, um einen Einblick zu bekommen, ob man ein Rennen dieser Art unterstützen möchte. Die Geister scheiden sich an dieser Sportart. Während manche Pferdefreunde zu den Großen Preisen pilgern, lehnen andere diese Rennen aus moralischen Gründen ab. Du selbst kannst entscheiden, welche Rolle du bei dieser hitzigen Diskussion einnimmst.

Ein historisches Rennen auf der Theresienwiese

Ein Pferderennen spielt jedoch eine ganz besondere Rolle in der Geschichte von Bayern, weil es den Auftakt zu einer Tradition bildet, die bis heute weit über die Grenzen des Landes hinaus Sinnbild für bayerische Trinkfestigkeit und Feierfreude ist: das Oktoberfest. Alles begann damit, dass hier im Jahr 1810 die Prinzessin Sachsen-Hildburghausen den späteren König Ludwig I. heiratete. Da der Vorname der Prinzessin Theresa war, ergab es sich, den Platz aufgrund dieses großen Ereignisses nach der Braut zu benennen: Theresienwiese.

Die Hochzeit war prunkvoll und dauerte gleich mehrere Tage. Zum feierlichen Abschluss sollte auf der Wiese ein Pferderennen stattfinden, zu dem auch mehrere zehntausende Besucher eingeladen waren. Dieses Rennen fand einige Tage nach der Trauung vom 12. Oktober statt und wurde ein voller Publikumserfolg. Das machte die Entscheidung leichter, eine Wiederholung im nächsten Jahr anzusetzen. Und tatsächlich entstand aus diesem nun jährlichen Pferderennen im goldenen Monat des Jahres das Oktoberfest!

Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts gesellten sich zu dem Rennen Karussells dazu; fast ein Jahrhundert später konnte man schließlich auch ein Bier im Zelt bei dem Spektakel genießen. Wer sich nun fragt, ob er das Pferderennen in den letzten Jahren wegen zu vieler Maß Bier immer verpasst hat, für den haben wir eine beruhigende Antwort: Nein, denn heutzutage wird das Rennen nicht mehr veranstaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand es nur noch 1960 (150. Festjubiläum) und das letzte Mal im Jahr 2010 zum 200. Festjubiläum statt.